Dank gesunder Zähne zu mehr Lebensqualität

Beißen, Essen, Schlucken und Verdauen sind eine nicht trennbare Einheit. Gesunde Zähne und ein gesunder Biss sind essenziell für eine intakte Verdauung. Weiterhin sorgen die Zähne für eine klare Aussprache, dienen der Kommunikation und unterstützen schon im Kindesalter die soziale Entwicklung. Was aber die Wenigsten wissen ist, dass die Zähne durch ihre anatomische Verbindung zum restlichen Körper an einer harmonischen Körperhaltung beteiligt sind. Ein großes Stück Lebensqualität resultiert aus gesunden Zähnen und einem gesunden Biss.

Die osteopathische Behandlung bietet folgende Möglichkeiten:

  • Begleittherapie bei Bisskorrekturen in der Kieferorthopädie und Zahnheilkunde
  • Verbesserte Funktion des Verdauungsapparates durch Zahn- und Kieferregulierung
  • Stabilisierung des Haltungsapparates (Wirbelsäule) durch Korrektur von Bissfehlstellungen
  • Reduktion von Alltagsanspannungen und Stress, und dadurch ebenfalls eine Stabilisierung des Haltungsapparates
Fehlstellungen der Wirbelsäule, Verspannungen und der Biss stehen in enger Beziehung zueinander

Eine Bisskorrektur betrifft nicht nur die Zähne. Die Stellung des Kiefergelenkes ist ein Bindeglied aus einem vernetzten System unseres gesamten Organismus. Die verschiedenen Gewebsstrukturen stehen wie Zahnräder in direkten harmonischen Verbindungen zueinander.

Daher betrachtet die osteopathische Therapie diese Bereiche auch nicht losgelöst voneinander, sondern berücksichtigt ihre natürliche Verzahnung. Um eine erfolgreiche Korrektur zu erreichen, ist die Behandlung der gesamten Körpereinheit unumgänglich.

Erstcheck

Nach einem ca. viertelstündigen Anamnesegespräch findet die körperliche Untersuchung statt. Dabei sollte der Patient bis auf die Unterwäsche entkleidet sein. Der/Die Therapeut/in betrachtet den Körper in seiner Gesamthaltung. Es folgen aktive und passive Bewegungstests am Bewegungsapparat, Organsystem, Schädel und seinen Verbindungssystemen. Die Bewegungstests werden ausschließlich mit den Händen des Therapeuten durchgeführt und sind in der Regel sanft. Durch langanhaltende Blockaden in Gelenken und Geweben kann die Berührung als ein wenig schmerzhafter empfunden werden. Meistens geht die Untersuchung und Behandlung während des Checks ineinander über. Abschließend findet eine Aufklärung über den vorgefundenen Befund statt, eine weitere Vorgehensweise wird besprochen.

Osteopathie im Säuglings- und Kindesalter

Das Kopf- und Gesichtswachstum erfolgt sehr schnell innerhalb des ersten Lebensjahres. Die Schädelnähte und -knochen verknöchern in großen Teilen bis zum ca. 6. Lebensjahr. Während dieser Phase können die Knochen- und Membranspannungen abgebaut und ein Gleichgewicht angebahnt werden. Je früher die osteopathische Behandlung einsetzt, desto größer ist die Chance, spätere negative Kieferentwicklungen einzudämmen oder sogar zu verhindern.

Osteopathie für Jugendliche

Ältere Kinder oder Jugendliche finden durch Osteopathie in der Kieferorthopädie Unterstützung. Bevor die kieferorthopädische Maßnahme durch lose oder feste Zahnspangen beginnt, sollte zunächst eine vorbereitende osteopathische Untersuchung mit der individuellen Korrektur vom gesamten Körpersystem erfolgen. Auch während der kieferorthopädischen Behandlung sollte die osteopathische Therapie weitergeführt werden. Die Behandlungsergebnisse werden dadurch in der Regel schneller und vor allem stabiler erreicht.

Osteopathie für Erwachsene bei Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD)

Es handelt sich hierbei um eine Fehlstellung, die sich auf den Schädel (Cranium) und den Unterkiefer (Mandibula) auswirkt.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen beim Kauen
  • Knackgeräusche beim Kauen oder Gähnen
  • Einschränkung der Mundöffnung
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Ohrenschmerzen und/oder Tinnitus
  • Zahn- und/oder Kieferfehlstellungen

Schon geringe Abweichungen des Kiefergelenkes reichen aus, um das hochsensible und äußerst komplexe Funktionieren des Kausystems mit seinen anhängenden Strukturen negativ zu beeinträchtigen.

Da u.a. die Muskulatur des Kauapparates über funktionelle Bewegungsketten mit der Wirbelsäule in Verbindung steht, gehen die CMD-Probleme häufig über den Bereich des Kopfes und der Kiefergelenke hinaus. Es entwickeln sind mit der Zeit Nacken- und Schulterverspannungen, Blockaden der Hals- und Brustwirbelsäule, aber auch ein Beckenschiefstand mit Beinlängendifferenz tritt ggf. auf.

Durch Einsetzen von Implantaten und/oder Zahnersatz durch Kronen oder größere Inlays kann dieser Symptomenkomplex mit seinen Folgen entstehen. Wichtig ist auch das Zurückgewinnen der Zahnmobilität innerhalb des Kieferknochens und das Entstauen der Entzündungsstoffe im Versorgungsgebiet, um die entstehenden Symptome zu verbessern bzw. zu verhindern.

Hintergrundwissen: Wie entstehen u.a. Bissfehlstellungen und/oder Probleme mit dem Kiefergelenk?

Durch die Geburt entstehen starke physikalische Kräfte auf Ebene der Knochen, Membranen, Bänder, Bindegewebshüllen, Muskulatur etc.

Auch wenn es ein ganz natürlicher Prozess für Mutter und Kind ist, kann selbst eine ganz normale Geburt tiefgreifende Spuren auf den o.g. Strukturen hinterlassen. Die Gebärmutter der Mutter drückt den Schädel des Kindes in seinem gesamten Durchmesser kegelförmig zusammen. Je nach Beckenform der Mutter, Größe des Kindes, Geburtsdauer, Lenkung der Presswehen, Widerstand des Damms etc. wird die Drehung des Kindes in der Beckenhöhle der Mutter beeinflusst. Durch diese Rotationseinwirkung schieben sich die Schädelknochen übereinander.

In der Endphase der Geburt, d.h. während des Austritts aus dem engen Becken heraus, erfährt die Schädelbasis eine Fehlposition. Dort liegt die Hauptbewegungsachse für unseren Schädel. Kommt diese durch die Kompression in Fehlstellung, so entsteht für den Schädel eine veränderte Wachstumsrichtung. Sämtlich dazwischenliegende Durchgänge für Blut-, Nervenbahnen und verbindende Strukturen werden gestaucht und ihre Funktionen beeinträchtigt.

Durch den Austritt des Schultergürtels aus dem Becken heraus wird die angrenzende Halswirbelsäule stark gedreht und geneigt. Dies führt zu extremen Belastungen innerhalb der Knochen, Gelenke, Muskeln und Bindegewebshüllen.

Normalerweise schafft es die Selbstheilung des kleinen Körpers innerhalb weniger Tage die richtige Position wieder einzunehmen. Das geschieht jedoch nicht, wenn die Stauchungsmechanismen zu stark waren.

Die Folge sind Lieblingshaltungen mit Schiefhals (Asymmetrien), Asymmetrien des Gesichtes, des Bisses, der Wirbelsäule, bis hin zum Beckenschiefstand.

Findet diese Funktionsstörung keine Korrektur, so manifestieren bzw. verstärken sich diese innerhalb des Körperwachstums. Nicht nur der Stützapparat, sondern auch das damit verbundene Organsystem erfahren dauerhafte Fehl- und Funktionsstörungen. So können Krankheiten entstehen.

In der Zahnheilkunde und Kieferorthopädie wird über Fehlstellungen innerhalb der beiden Oberkieferhälften rechts und links gesprochen. Diese bewegen sich bei Fehlstellungen gegeneinander und verändern die eigene Knochenentwicklung, aber auch die der angrenzenden Gesichts- und Schädelknochen. Ein Fehlbiss mit Abweichungen der Milch- und bleibenden Zähne sind vorprogrammiert.

Unser Behandlungsspektrum in der Zahnheilkunde:

  • Prophylaxe und Professionelle Zahnreinigung
  • Ästhetische Zahnheilkunde (zertifiziert)
  • Kinderzahnheilkunde (zertifiziert)
  • Zahnerhaltung / Zahnrestauration
  • Parodontologie
  • Endodontologie
  • Ästhetische Zahnheilkunde
  • Osteopathie in der Zahnmedizin

Osteopathie in der Zahnheilkunde

in Kooperation mit Heilpraktikerin Ulrike Zieglowski aus Mainz.

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